Frankreich brennt. Und Europa schaut zu.
Es sind Bilder, an die man sich in Frankreich längst gewöhnt zu haben scheint, obwohl sie in einem funktionierenden Gemeinwesen eigentlich Entsetzen auslösen müssten: Vor Schulen brennen Mülltonnen, "junge Männer" versammeln sich um die Flammen, Smartphones werden gezückt, und während die einen das Geschehen filmen, bemühen sich andere darum, aus der Zerstörung öffentlicher Einrichtungen eine Form gesellschaftlicher Meinungsäußerung zu machen. Was andernorts als Vandalismus oder gewalttätige Ausschreitung bezeichnet würde, erhält in der politischen und medialen Berichterstattung mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit das erheblich freundlichere Etikett des Protests. Dabei ist bereits die Vorstellung bemerkenswert, man könne auf unzureichende Bildungsangebote dadurch aufmerksam machen, dass man ausgerechnet jene Einrichtungen beschädigt, die der Bildung dienen sollen und deren Wiederherstellung anschließend von denselben Steuerzahlern finanziert werden muss, denen man zuvor ...






